José Carreras besucht Krebspatienten in der Charité

Carreras Leukämie-Stiftung fördert Impftherapie und weltweit erste Fatigue Ambulanz für Leukämiepatienten nach Stammzelltransplantation

José Carreras hat nach seinem Konzert gestern Abend in der Berliner Philharmonie heute die Klinik für Hämatologie und Onkologie am Campus Benjamin Franklin der Charité besucht. 1987 hatte der spanische Tenor selbst eine Leukämieerkrankung überwunden. Seitdem ist es ihm ein großes Anliegen, aktuell betroffenen Patienten persönlich Mut zu machen. In der Charité sprach Carreras mit Krebspatienten, die von zwei innovativen Behandlungskonzepten profitieren: der José Carreras Fatigue Ambulanz und der Impfambulanz. Beide Projekte wurden von der deutschen Leukämie-Stiftung des Tenors mit insgesamt mehr als 850.000 Euro gefördert.

In der Impfambulanz ließ sich José Carreras die Fortschritte in der Impftherapie erläutern, die bereits erste Erfolge zu verzeichnen hat. Seit Sommer 2002 wird hier unter der Leitung von Professor Dr. Ulrich Keilholz im Team mit den Professoren Carmen Scheibenbogen und Eckhard Thiel erstmals in Deutschland eine Impfung gegen Leukämie erprobt. Sie soll Patienten mit akuten Leukämien nach einer herkömmlichen Chemotherapie vor Rückfällen schützen oder das Fortschreiten bei durch Chemotherapie nicht mehr ausreichend behandelbaren Formen von Leukämie aufhalten. Außerdem besuchte der Tenor Patienten beim Training in der José Carreras Fatigue Ambulanz, der ersten ihrer Art weltweit. "Wir setzen gezielt Erkenntnisse aus der Sportmedizin ein, um Fatigue zu vermeiden und unsere Langzeitergebnisse nach Stammzelltransplantation zu verbessern", erläutert der Transplantationsmediziner, Prof. Lutz Uharek, den Ansatz. Bei der sogenannten Fatigue handelt es sich um eine gravierende, durch chronische Müdigkeit und Antriebsschwäche hervorgerufene Nebenwirkung der Transplantation. Unter Anleitung von Dr. Fernando Dimeo, dem Leiter des Bereiches Sportmedizin, absolvieren die Patienten auf dem Laufband ein regelmäßiges Ausdauertraining, das ihnen hilft, ihren Alltag besser zu bewältigen.

Nach seinem Rundgang zeigte sich José Carreras sehr beeindruckt: "Ich sehe in der Impftherapie und in der Fatigue Ambulanz zwei zukunftsweisende Projekte. Damit kommen wir unserem großen Ziel einen wichtigen Schritt näher: Leukämie muss heilbar werden - immer und bei jedem. Ich bin sehr froh, dass unsere Leukämie-Stiftung hier mit Spendengeldern einen sinnvollen Beitrag leisten kann." Klinikdirektor Professor Dr. Eckhard Thiel unterstrich die Bedeutung der beiden Projekte für die Berliner Charité: "Die Carreras Leukämie-Stiftung ermöglicht mit ihrer Unterstützung, dass an unserer Klinik richtungsweisende und innovative Behandlungskonzepte für Leukämiepatienten entwickelt werden können. Die Leukämievakzine stellt einen völlig neuartigen und zur Chemotherapie und Stammzelltransplantation komplementären Ansatz dar, und wir sind sehr ermutigt durch erste Erfolge in der Behandlung von Patienten. Die Sportmedizin leistet Erstaunliches im Anschluss an die Chemotherapie, die Patienten sind nicht nur körperlich fit sondern gewinnen auch an Kraft und Zuversicht, die Leukämie besiegt zu haben."


Spendenkonto:
Deutsche José Carreras
Leukämie-Stiftung e.V.

Konto: 319 96 66 01
BLZ: 700 800 00
Commerzbank AG München

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