Leukämie: Neues Betreuungsprogramm für Geschwisterkinder

Ulm/München, 30. Juli 2010 – Wissenschaftler des Universitätsklinikums Ulm entwickeln unter der Leitung von Prof. Dr. Lutz Goldbeck ein spezielles Betreuungsprogramm, das auf die Geschwister leukämiekranker Kinder zugeschnitten ist. Ziel dieses Programms ist, auf die Sorgen der Geschwisterkinder einzugehen und ihnen Mut und Hoffnung zu machen.

Die José Carreras Leukämie-Stiftung fördert das auf zwei Jahre angelegte Forschungsprojekt mit 75.880 Euro.

Kinder mit einem an Leukämie erkrankten Geschwisterkind leiden häufig unter psychischen und sozialen Auffälligkeiten. Sie sind durch die miterlebte Erkrankung ihres Geschwisters verunsichert und besorgt. Zudem fehlt ihnen häufig die Aufmerksamkeit in ihren Familien, weil sich die Konzentration voll auf das erkrankte Kind richtet. „Diese Situation birgt das Risiko einer langzeitlichen emotionalen Beeinträchtigung“, erklärt Prof. Dr. Lutz Goldbeck.

Mittels spezieller Betreuungsprogramme sollen die Kinder lernen, mit ihren Emotionen und Ängsten umzugehen. Sie lernen, wieder Kraft und Hoffnung zu gewinnen. Außerdem erfahren sie durch das Programm mehr über die Leukämieerkrankung ihres betroffenen Geschwisters. Ein solcher Zuwachs an Wissen über die Leukämieerkrankung verringert bei den gesunden Brüdern und Schwestern ihre Angst und ihre Unsicherheit. Ziel des Programms ist, das Wohlbefinden der Geschwisterkinder dauerhaft zu steigern.


Spendenkonto:
Deutsche José Carreras
Leukämie-Stiftung e.V.

Konto: 319 96 66 01
BLZ: 700 800 00
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