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Die José Carreras Leukämie-Stiftung hat am Montag, 1. Oktober 2018, in Wien im Rahmen der von knapp 6000 Teilnehmern besuchten Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie DGHO ihre neuen Forschungsstipendiaten ernannt.

Gefördert werden fünf junge Wissenschaftler, die innovative und vielversprechende Ansätze bei der Behandlung von Leukämien und verwandten Blutkrankheiten verfolgen. In diesem Jahr gehen die Forschungsstipendien an Ewelina Czlonka (Georg-Speyer-Haus, Frankfurt/M.), Dr. Anne Herrmann (Universitätsklinikum Regensburg), Victor Bengt Pastor Loyola (Universitätsklinikum Freiburg), Malte Ritter (Universitätsklinikum Tübingen) und Julia Saggau (Universitätsklinikum Köln).

Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung: „Dank der Großzügigkeit unserer Spenderinnen und Spender konnte die José Carreras Leukämie-Stiftung bereits 146 nationale und internationale Forschungsstipendien mit einer Gesamtsumme von knapp 12 Millionen Euro ausloben. Mit den Forschungsstipendien sollen die herausragenden Leistungen von Nachwuchswissenschaftlern und Nachwuchswissenschaftlerinnen ausgezeichnet und weiterer Innovationsanschub geleistet werden. Wir erhoffen uns mit neuen und jungen Ansätzen dem von José Carreras formulierten Ziel näherzukommen: Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem.“

Das José Carreras-Forschungsstipendium ist mit jährlich 41.400 € dotiert. Die Förderung erfolgt für maximal drei Jahre und hat eine Gesamtsumme von 124.200 Euro. Hinzukommt ein Zuschuss für Forschungs- oder Kongressreisen von maximal 1.250 Euro pro Jahr. Die Anträge der Bewerber wurden vom Wissenschaftlichen Beirat und externen Gutachtern evaluiert und vom Vorstand bestätigt. Die Forschungsstipendien dienen als Zuschuss für die Lebenshaltungskosten und damit zur Finanzierung der Forschungstätigkeit der Stipendiaten.

Die Forschungsthemen der José Carreras-Forschungsstipendiaten:

Ewelina Czlonka (Georg-Speyer-Haus Frankfurt/Main)

Forschungsthema: „Combining CRISPR/Cas9 screening and PDX models to probe the role of niche-factors in human myelodysplastic syndromes”

Zusammenfassung: Untersuchung der funktionellen Relevanz der durch in der Mikroumgebung des Knochenmarkes lokalisierten Zellen erzeugten Nischenfaktoren beim Myelodysplastischen Syndrom.

 

Dr. Anne Herrmann (Universitätsklinikum Regensburg)

Forschungsthema: “Developing and testing a multicomponent intervention designed to improve psychosocial outcomes of haematological cancer patients undergoing transplant procedures and their support persons”

Zusammenfassung:Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und prospektive randomisierte Evaluation von Kommunikationsmaßnahmen zur Verbesserung partizipativer Entscheidungsfindung im Rahmen einer Stammzelltransplantation bzw. adoptiven T-Zell-Therapie (CAR-T-Zell-Therapie).

Victor Bengt Pastor Loyola  (Universitätsklinikum Freiburg)

Forschungsthema: „Dissection of Clonal Architecture of GATA2-Related Myelodysplastic Syndromes”

Zusammenfassung: In diesem Projekt werden die Ursachen der Entstehung von Myelodysplastischen Syndromen und Leukämien bei Kindern mit der angeborenen Erkrankung des GATA2-Gens untersucht. Das Hauptziel ist es, die Abfolge der Entstehung von schädlichen Mutationen im Knochenmark herauszufinden.

Malte Ritter (Universitätsklinikum Tübingen)

Forschungsthema: „In vivo tracing the clonal evolution of hematopoietic stem cells in severe congenital neutropenia after acquisition of CSF3R and RUNX1 mutations using barcoding”

Zusammenfassung:Untersuchung von Mechanismen der Leukämieentstehung bei Patienten mit angeborenem Knochenmarksversagen durch Analyse der Blutstammzellen im Mausmodell.

Julia Saggau (Universitätsklinikum Köln)

Forschungsthema: „Einfluss der LYN Kinase- und Gerüst-Domänen im Tumormikromilieu der chronischen lymphatischen Leukämie“

Zusammenfassung: Das Protein LYN spielt eine signifikante Rolle in der überlebensfördernden Wirkung von Zellen der Tumorumgebung auf die Krebszellen in der chronisch lymphatischen Leukämie. In diesem Projekt wird der Einfluss der unterschiedlichen Domänen von LYN auf die CLL-Entwicklung im Mausmodell untersucht.