José Carreras-Forschungsstipendien: Für eine Verbesserung von Therapieoptionen

Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung vergibt auch in diesem Jahr drei Forschungsstipendien an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Mit den Forschungsarbeiten möchten die Stipendiatin und Stipendiaten einen Beitrag leisten, um die Therapieoptionen für Patienten mit Leukämie oder verwandten bösartigen Bluterkrankungen zu verbessern. Die Förderung der José Carreras Forschungsstipendien eröffnet ihnen die Möglichkeit, sich auf zukunftsweisende Projekte konzentrieren zu können.

Jedes José Carreras-Forschungsstipendium ist jährlich mit 41.400 Euro und bis zu 1.250 Euro Reisekosten dotiert. Der Förderzeitraum umfasst bis zu drei Jahre. Die Forschungsergebnisse werden jährlich geprüft und durch den wissenschaftlichen Beirat und Vorstand der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung begutachtet. Diese Beurteilung ist grundlegend dafür, ob die Förderung genehmigt und fortgeführt wird.

„Ich habe großen Respekt vor den jungen Forschern, die ihre Zeit, Mühe und ihr Wissen den Verbesserungsmöglichkeiten von Therapien für schwerkranke Patienten mit Leukämie widmen. Und natürlich freuen wir uns, wieder herausragende Forschungsvorhaben auszeichnen zu können und gratulieren den Stipendiaten ganz herzlich. Es ist für uns eine Herzensangelegenheit forschende Wissenschaftler zu unterstützen, denn jede Mitstreiterin und jeder Mitstreiter im Kampf gegen Leukämie ist wichtig für uns.“- Dr. Ulrike Serini, Geschäftsführerin.

Dr. Jens Löber (Universitätsmedizin Göttingen), Jérémy Haaf (Universitätsklinikum Tübingen) und Silvia Schäfer (Universitätsklinikum Dresden/NTC Dresden)

Zitate des Vorstandes, der Stipendiatinnen und Stipendiaten

 

Prof. Dr. med. Andreas Neubauer, Mitglied des Vorstandes José Carreras Leukämie-Stiftung: „Wir freuen uns, mit diesen Stipendien Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in ihrer Neugier zu bestärken und ihrer Suche nach Antworten in wichtigen Fragen der Leukämieforschung unterstützen zu können. Es sind genau diese Stipendien, die medizinischen Fortschritt mit ermöglichen und dafür sorgen, dass Patienten mit Leukämie und verwandten bösartigen Bluterkrankungen künftig mehr und bessere Therapieoptionen zur Verfügung stehen können.“

Silvia Schäfer, Universitätsklinikum Dresden/NTC Dresden: “Für mich bedeutet die Förderung durch die DJCLS, dass ich mich uneingeschränkt auf die Leukämieforschung konzentrieren und somit während meiner Promotion einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, die Behandlungsoptionen für Leukämiepatienten zu verbessern.“

Jérémy Haaf, Universitätsklinikum Tübingen: “Das Stipendium der José Carreras Leukämie-Stiftung wird mir ermöglichen, die neuen therapeutischen Optionen für Patienten mit akuten lymphoblastischen T-Zell-Leukämien zu entwickeln. Ich bin begeistert, dass dieses Projekt das Ziel hat, neue Behandlungen in die Klinik zu bringen und weitere Schritte zu unternehmen, um das Leben von T-ALL-Patienten mit derzeit schlechten Ergebnissen zu verbessern.“

Dr. Jens Löber, Universitätsmedizin Göttingen: „Das Forschungsstipendium der Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung ermöglicht mir mein genuines Interesse an der Biologie von Immunzellen auf die Krebsforschung von schnellwachsenden Lymphomen zu übertragen. Auch möchte ich aufbauend auf den Arbeiten meines Kollegen Dr. Kamil Bojarczuk, der leider jüngst an schwerer Krankheit verstorben ist, dieses Projekt in seinem Andenken weiterführen. Ich hoffe durch den Einsatz von funktioneller Genetik die Behandlung und Prognose der Patientinnen und Patienten mit aggressivem Lymphom basierend auf einer molekularen Charakterisierung zu verbessern und hoffentlich dadurch auch die Überlebensrate zu steigern.“