„Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem – nur über Forschung werden wir dieses große Ziel erreichen“, erklärt Weltstar und Stifter José Carreras, warum die José Carreras Leukämie-Stiftung regelmäßig Forschungs- und Promotionsstipendien ausschreibt.

Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) hat die José Carreras Leukämie-Stiftung jetzt Forschungsstipendien an Wissenschaftler in Göttingen, Jena, Leipzig, München und Würzburg vergeben, die jeweils mit bis zu 127.950 Euro dotiert sind.

Überreicht wurden die Urkunden an die Stipendiaten in Berlin von Prof. Dr. Michael Hallek, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO, Direktor der Klink I für Innere Medizin, CIO Köln Bonn und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung.

„Unser Fach ist eines der innovativsten in der gesamten Medizin. In kaum einer anderen Disziplin erleben wir einen so rasanten Fortschritt wie in der Hämatologie und Medizinischen Onkologie. Diese Entwicklung lebt vom Engagement und dem Gestaltungswillen des wissenschaftlichen und ärztlichen Nachwuchs“, verweist  Prof. Dr. Michael Hallek auf die Aufstockung von drei auf jetzt fünf Stipendien in 2019 aufgrund der Vielzahl an hervorragenden Bewerbungen.

Prof. Dr. Michael Hallek überreichte die Forschungsstipendien an Dr. Sebastian Vosberg, Theresa Eifert, Paula Sophie Reichelt und Kamil Bojarczuk (nicht anwesend: Johannes Nelke) Foto: Uli Regenscheit, DGHO Service GmbH 2019

Das José Carreras-Forschungsstipendium 2019 erhielten:

Kamil Bojarczuk
University Medical Center Göttingen, Department of Hematology and Oncology, Chapuy Laboratory,
Thema „Exploiting Synthetic Lethality in Diffuse Large B-Cell Lymphomas with 17p Loss“

Theresa Eifert
Universitätsklinikum Jena, Klinik für Innere Medizin 2, Hämatologie und Onkologie
Thema „The role of polarity regulators in progression of clonal hematopoietic cells to leukemia“

Johannes Nelke
Universitätsklinikum Würzburg, Medizinische Klinik und Poliklinik II, Abteilung für Molekulare Innere Medizin
Thema „Entwicklung immunstimulierender Antikörper-Fusionsproteine mit spezifischer Wirkung im Multiplen Myelom“

Paula Sophie Reichelt
Universitätsklinikum Leipzig, Medizinische Klinik und Poliklinik I – Hämatologie und Zelltherapie, Internistische Onkologie, Hämostaseologie
Thema „Entwicklung personalisierter Therapiestrategien anhand von MicroRNA – Expressi-onsprofilen bei akuten myeloischen Leukämien“

Dr. Sebastian Vosberg
Klinikum der Universität München, Experimentelle Leukämie- und Lymphomforschung (ELLF)
Thema „Integration of the genetic and epigenetic evolution in acute myeloid leukemia patients developing therapy resistance“

Das José Carreras-Forschungsstipendium ist jeweils mit jährlich 41.400 € dotiert. Die Förderung erfolgt für maximal drei Jahre. Hinzukommt ein Zuschuss für Forschungs- oder Kongressreisen von maximal 1.250 Euro pro Jahr. Die Anträge der Bewerber wurden vom Wissenschaftlichen Beirat und externen Gutachtern evaluiert und vom Vorstand bestätigt. Die Forschungsstipendien dienen als Zuschuss für die Lebenshaltungskosten und damit zur Finanzierung der Forschungstätigkeit der Stipendiaten. (Aktuelle Ausschreibungsunterlagen finden Sie auf unserer Webseite https://www.carreras-stiftung.de/antragsverfahren/)

In dem Vierteljahrhundert ihres Bestehens hat die José Carreras Leukämie-Stiftung bereits mehr als 1.250 Forschungs-, Struktur- und Sozialprojekte mit über 220 Millionen Euro gefördert werden. Für dieses nachhaltige Engagement ist die José Carreras Leukämie-Stiftung im April 2019 von der Deutschen Universitätsstiftung und dem Stifterverband als „Wissenschaftsstiftung des Jahres“ ausgezeichnet worden. In der Begründung hieß es dazu: „José Carreras hat aus eigener Betroffenheit ein Engagement entwickelt, das das Leben vieler Leukämiekranker verbessern und retten kann. Seine Stiftung ist ein großzügiger und uneigennütziger Förderer der Leukämie-Forschung. Ihr Einsatz ist zupackend und vorbildlich: Sie trägt maßgeblich dazu bei, dass neue Wege in Diagnostik und Therapie beschritten werden.“