Hans-Jürgen Bäumler

Botschafter Hans-Jürgen Bäumler
Steckbrief

Leergefegte Straßen, volle Wohnzimmer: Ganz Deutschland hat sich daheim vor den Fernsehgeräten versammelt und drückt die Daumen für Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler. Zwischen Flensburg und Garmisch waren die Menschen in den 60er Jahren fasziniert von dem Eislauf-Paar. Ab 1959 wurden die beiden sechs Mal in Folge Europameister, 1963 und 1964 sogar zweimal Weltmeister. Bei den Olympischen Winterspielen 1960 und 1964 gewannen sie jeweils die Silbermedaille. 1964 beendeten Kilius und Bäumler ihre Sportkarriere als Deutschlands erfolgreichste Eisläufer aller Zeiten.

In den folgenden Jahren engagierten sich Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler bei internationalen Eisschauen wie Holiday on Ice und traten als Hauptdarsteller in Operetten des Deutschen Eistheaters auf, wie „Im weißen Rössl“ und „Die lustige Witwe“.

Nach seiner Karriere als Spitzensportler war Hans-Jürgen Bäumler auch als Schauspieler erfolgreich. So stand er in 12 Spielfilmen mit großen internationalen Stars vor der Kamera. Hinzu kamen Auftritte im Theater sowie als Schlagersänger.

Ab Mitte der 1980er-Jahre moderierte Hans-Jürgen Bäumler verschiedene Quizsendungen, unter anderem „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ (1984–1987), „Das waren Hits“ (1986–1994), und „Was wäre wenn“ (1987–1989) im ZDF. Von 1990 bis 1993 war er als Moderator bei RTL plus in der Quizshow Riskant! tätig. Mit Marika Kilius gehörte er im Oktober 2006 der Jury in der RTL-Show Dancing on Ice an. Er ist Träger des „Silbernen Lorbeerblattes“. Die deutsche Sportpresse verlieh ihm „Das goldene Band der Sportjournalisten“ und würdigte ihn als „Mann, der Sportgeschichte schrieb“. Außerdem wurde Hans-Jürgen Bäumler 2011 als herausragender Sportler besonders auch durch die Aufnahme in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ geehrt.

Hans-Jürgen Bäumler ist seit 1974 mit seiner Ehefrau Marina verheiratet. Mit ihr hat er zwei Söhne und inzwischen vier Enkelkinder. Seit 2009 unterstützt er als Botschafter die José Carreras Leukämie-Stiftung.

Wie sich Hans-Jürgen Bäumler für den Kampf gegen Leukämie einsetzt

Hans-Jürgen Bäumler gehört zu den ersten Botschaftern und engagiert sich bereits seit 2009 für die José Carreras Leukämie-Stiftung. Bis zum heutigen Tag macht er in Benefizveranstaltungen auf den Kampf gegen Leukämie aufmerksam. So nahm er an Spendenaktionen teil und sensibilisierte für eine Förderung der Wissenschaft und Unterstützung von Patienten sowie deren Familien. Unvergessen ist dabei die Charity-Aktion auf dem Münchner Eiszauber am Stachus im Vorfeld der 19. José Carreras Gala, als die beiden Sportlegenden Sepp Maier und Hans-Jürgen Bäumler zu Gunsten der José Carrera Leukämie-Stiftung auf dem Eis standen. Außerdem trat der beliebte Sportstar und Schauspieler als Botschafter der José Carreras Leukämie-Stiftung auf, um Spendenschecks für die Stiftung anzunehmen.

Botschafter Hans-Jürgen Bäumler

Infobox

Name: Hans-Jürgen Bäumler
Alter: 78 Jahre
Familie: verheiratet, zwei Söhne, vier Enkelkinder
Botschafter seit: 2009

Drei Fragen an Hans-Jürgen Bäumler

Hans-Jürgen Bäumler

1. Sie engagieren sich für die José Carreras Leukämie-Stiftung

weil …

… es eine Stiftung ist, von der man hört und sieht, wo das Geld hingeht und was damit gemacht wird. Das Geld kommt da an, wo es so dringend benötigt wird. Für die José Carreras Leukämie-Stiftung setze ich mich gerne ein.

 

2. Was verbinden Sie mit dem Kampf gegen Leukämie?

José Carreras war selbst an Leukämie erkrankt und weiß, was für eine furchtbare Krankheit das ist. Er hat immer gesagt, er habe Glück gehabt und er möchte, dass auch anderen Menschen dieses Glück einer Heilung erfahren dürfen. Deshalb hat er die José Carreras Leukämie-Stiftung vor über 25 Jahren ins Leben gerufen. Vor diesem nachhaltigen Engagement habe ich großen Respekt. Das ist eine Einstellung, die nicht viele Menschen haben.

 

3. Sie engagieren sich seit 2009 für die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung. Was hat Sie am meisten beeindruckt?

Am meisten haben mich die Schicksale von Leukämiepatienten berührt. Es hat mich beeindruckt, dass sie den Kampf nicht aufgegeben und dass viele von ihnen wieder gesund geworden sind. Diese schreckliche Krankheit muss besiegt werden, und der Weg, der von der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung gegangen wird, ist für mich absolut richtig.