Jürgen Tonkel

© Steffi Henn

Steckbrief

Jürgen Tonkel wurde 1962 in Höhenrain bei Berg in Oberbayern unweit des Starnberger Sees geboren und wuchs als Enkel eines Torfstechers und Sohn eines Fabrikarbeiters in sehr einfachen Verhältnissen auf. Vom Gehalt seines ersten Ferienjobs kaufte er sich ein Schlagzeug und stand dann mit 16 Jahren das erste Mal auf der Bühne. Nach dem Abitur strebte er zunächst eine Karriere als Drummer in diversen Bands an, doch per Zufall sollte er an einem Casting teilnehmen. Dort wurde er als Schauspieler entdeckt. Mittlerweile hat er in seiner über 35-jährigen Karriere an rund 200 Produktionen mitgewirkt.

Seit seinem Debüt 1984 sieht man Jürgen Tonkel immer wieder in widersprüchlichen oder markanten Rollen wie etwa als überforderter Vater, als Killer, Direktor, Wirt, Säufer sowohl in zahlreichen TV-Serien als auch in preisgekrönten Fernsehfilmen wie „Rose“ oder „Ihr könnt euch niemals sicher sein“.

Am Theater glänzte Jürgen Tonkel in mehrfach ausgezeichneten Inszenierungen wie „Der verkaufte Großvater“ am Volkstheater München oder „I hired a contract killer“ am Metropoltheater München. Und an der Seite von Christoph Maria Herbst und Bastian Pastewka spielte er in Berlin über Jahre das Erfolgsstück „Männerhort“. Im Kino sah man ihn zum Beispiel als SS-Sturmbannführer in „Der Untergang“ oder als Radiomoderator in „Wer früher stirbt, ist länger tot“. Zuletzt war er 2021 als „Heiliger Nantwein“ in dem letzten Kinofilm von Joseph Vilsmaier „Der Boandlkramer und die ewige Liebe“ zu sehen. Seit 2011 spielt er an der Seite von Katharina Böhm die Hauptrolle des Hauptkommissars „Paul Böhmer“ in der erfolgreichen ZDF-Krimi-Reihe „Die Chefin“, die mittlerweile mit über 70 Folgen in die 12. Staffel geht.

Wie sich Jürgen Tonkel für den Kampf gegen Leukämie einsetzt

2017 engagierte sich Jürgen Tonkel zum ersten Mal am Spendentelefon der José Carreras Gala. Auch in den Folgejahren unterstützte er immer wieder den Kampf gegen Leukämie, zum Beispiel als Künstler eines Glücksschweins, das anschließend für den guten Zweck versteigert wurde.

© Stefan Brauch

Infobox

Name: Jürgen Tonkel
Geburtsjahr: 1962
Kinder: drei Töchter aus erster Ehe, ein Enkelkind
Botschafter: seit 2022

© Stefan Brauch

Infobox

Name: Jürgen Tonkel
Geburtsjahr: 1962
Kinder: drei Töchter aus erster Ehe, ein Enkelkind
Botschafter: seit 2022

Wie sich Jürgen Tonkel für den Kampf gegen Leukämie einsetzt

2017 engagierte sich Jürgen Tonkel zum ersten Mal am Spendentelefon der José Carreras Gala. Auch in den Folgejahren unterstützte er immer wieder den Kampf gegen Leukämie, zum Beispiel als Künstler eines Glücksschweins, das anschließend für den guten Zweck versteigert wurde.

Drei Fragen an Jürgen Tonkel

© Olaf Kroenke

1. Sie engagieren sich für die José Carreras Leukämie-Stiftung weil …   

… wir gemeinsam es schaffen können, die Welt ein bisschen besser zu machen. Jeder, ob arm oder reich, bekannt oder unbekannt, kann einen kleinen Teil dazu beitragen. Ich engagiere mich deshalb auch für andere Themen, wie für die Umwelt, für den Tierschutz und die Energie der Zukunft: Wasserstoff. Für eine gute Sache zu kämpfen, lohnt sich immer – und es ist in Zeiten wie diesen wichtiger denn je!

2. Was verbinden Sie mit dem “Kampf gegen Leukämie”?

Bei der José Carreras Gala habe ich immer wieder erlebt, mit welcher Nachhaltigkeit José Carreras das große Ziel verfolgt, Leukämie in jedem Fall heilbar zu machen. Die medizinischen Fortschritte, die in den vergangenen Jahrzehnten auch dank der Spenden an die José Carreras Leukämie-Stiftung erreicht wurden, stimmen einen hoffnungsvoll.

3. Sie sind seit Januar 2022 offizieller Botschafter der José Carreras Leukämie-Stiftung. Was hat Sie bisher bei der Berührung mit dem Thema „Leukämie“ am meisten beeindruckt?

Ich bin nicht der Mensch, der gerne über den Roten Teppich geht, aber für die José Carreras Gala habe ich immer eine Ausnahme gemacht. Ich saß in den vergangenen Jahren mehrfach am Spendentelefon und war immer wieder tief beeindruckt von Anrufern, die selbst nicht viel haben, aber dennoch spenden. Vor diesen wunderbaren Menschen habe ich den größten Respekt.