Förderung

Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung fördert Projekte zu Leukämie und verwandten bösartigen Blutkrankheiten in den Bereichen medizinisch-wissenschaftliche Forschung, Infrastruktur und Soziales. Sie ist eine der bedeutendsten unabhängigen Organisationen, die medizinische Forschung und Infrastruktur in diesem Bereich fördert.

Seit der Gründung im Jahr 1995 hat die Organisation – Stand Oktober 2020 – 1.336 Projekte gefördert. Davon 800 Forschungsprojekte, 189 Infrastruktur-Projekte und 347 soziale Projekte. (Stand Oktober 2020).

Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung finanziert Projekte, die der Erforschung von Ursachen und Therapiemöglichkeiten von Leukämien und verwandten Blutkrankheiten dienen. Dabei kooperiert sie mit gemeinnützigen Institutionen. Mit Forschungsstipendien fördert die Stiftung junge, talentierte und aufstrebende Wissenschaftler, damit sie vielversprechende und innovative wissenschaftliche Projekte verfolgen können. Die Projekte sollen gleichzeitig das Potential haben, dem Stiftungsziel: „Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem.“ näher zu kommen. Auch schafft die Deutsche José Carreras Leukämie-

Stiftung über Promotionsstipendien bessere Voraussetzungen für Studierende, die ihre Dissertationsarbeiten auf dem Gebiet der Leukämien und verwandter bösartiger Blutkrankheiten schreiben. Für die Promotionsstipendien kooperiert die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung mit der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) und der Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH). Zusätzlich werden Forschungsprojekte mit psychosozialem Fokus unterstützt.

Forschungsprojekte

1. Wissenschaftliche Berichte

Die Berichte dienen der Darstellung wissenschaftlicher Ergebnisse geförderter Projekte. Es gibt keine exakten Formvorgaben. Die Ergebnisse der Publikation sind dem wissenschaftlichen Bericht beizufügen

2. Finanzielle Berichte

Die finanziellen Berichte sind in folgender Form abzugeben: Finanz-Zwischenbericht, Finanz-Abschlussbericht, Excel-Tabelle zur Darstellung der monatlichen Ausgaben.

3. Fördervolumen, Förderdauer und Maximalzahl der Anträge

Das Fördervolumen liegt in der Regel zwischen 150.000 und 300.000 Euro für 1-2 Stellen, die Verbrauchsmittel in Höhe von 20.000 Euro pro Förderjahr und gegebenenfalls Tierkosten von bis zu 6.000 Euro pro Förderjahr.

Pro Institution und Jahr werden maximal fünf Förderanträge in das Antragsverfahren aufgenommen. Förderprojekte sind maximal drei Jahre förderfähig. Eine einmalige Verlängerung um weitere maximal zwei Jahre ist möglich. Eine Anschlussförderung wird lediglich für vollkommen neue Forschungsaspekte in Betracht gezogen. Nach Ablauf einer Frist von zwei Jahren kann eine erneute Antragstellung zum gleichen Themenkreis erfolgen. Als Förderanträge werden sowohl Anträge von Co-Antragstellern als auch Verlängerungsanträge gewertet.

Ein Förderungsnehmer kann maximal mit drei Projekten parallel gefördert werden, sofern die jeweils an dem Förderprojekt beteiligten Arbeitsgruppen nachgewiesenermaßen unterschiedlich sind.

Infrastrukturprojekte

Die Förderung sogenannter Infrastrukturprojekte sind der Bau von Forschungs- und Behandlungseinrichtungen sowie einer Stiftungsprofessur. Ziel dieser Förderung ist es, dass Menschen, die an Leukämie leiden, möglichst optimal behandelt werden können. Der Erkenntnisgewinn aus der klinischen Praxis dient ebenfalls der Verbesserung von Therapien und damit von Heilungschancen. Zu den Infrastrukturprojekten gehören der Bau und die Ausstattung von Transplantationsstationen, Forschungslaboren, Tageskliniken, Nachsorge- und Rehabilitationsstationen sowie Wohnungen für Angehörige und Eltern-Kind-Häuser.

Sozialprojekte

Der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung ist es ein besonderes Anliegen, die psychosoziale Versorgung und persönliche Betreuung von Patienten und deren Angehörigen zu verbessern. Daher fördert sie Projekte, bei denen Austausch und Unterstützung bei der Bewältigung der schweren Erkrankung im Vordergrund stehen. Dies können Patiententreffen, Informationsveranstaltungen für Patienten und Angehörige, Unterstützung von Elterninitiativen und Selbsthilfegruppen und Kindercamps sein.

Erläuterungen zu den unterschiedlichen Antragsmöglichkeiten im Bereich Sozialprojekte:

1. Psychosoziale Versorgung

Im Rahmen der psychosozialen Versorgung werden Projekte gefördert, bei denen die Unterstützung von Patienten und Angehörigen bei der Bewältigung der schweren Erkrankung im Zentrum steht. Dies können beispielsweise Patiententreffen, das Waldpiraten-Camp oder Sommercamps sein.

2. Verbesserung des Patientenumfeldes

Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen können einmalige Zuschüsse in Höhe von maximal 6.000 Euro zur Verbesserung des Patientenumfeldes, beispielsweise in Besuchsräumen, für Terrassen oder Balkone in Kliniken oder für Einrichtung in Angehörigenwohnungen beantragen.

3. Veranstaltungen

Selbsthilfegruppen, Elterninitiativen und Kliniken können eine Förderung von Kongressen, Symposien und Workshops beantragen. Diese sollten der Information, Wissensvermittlung und dem Erfahrungsaustausch unter Ärzten, Wissenschaftlern, Patienten, Angehörigen und Interessierten dienen.

4. Büroausstattung

Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen können einmalige Zuschüsse in Höhe von maximal 2.500 Euro zur Ausstattung ihrer Büros beantragen. Dies können Bürogeräte wie bspw. Computer, Drucker, Telefon oder Kopierer sein.

5. Kleinprojekte

Kleinprojekte beinhalten die Förderung von Maßnahmen in Kliniken mit einer maximalen Fördersumme in Höhe von 15.000 Euro. Dies können benötigte Geräte oder Verbrauchsmittel sein. Der Antragsteller sollte der Organisation bereits bekannt und bei ihr akkreditiert sein.

Kontaktanfrage

Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.

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