Weltblutkrebstag 2026: FAQ und mehr

Am 28. Mai ist Weltblutkrebstag. Ein Tag für Aufklärung, Hoffnung und Solidarität mit betroffenen Familien. Seien Sie dabei!

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Aktionstag Weltblutkrebstag 2026
Am 28. Mai ist Weltblutkrebstag. Ein Tag für Aufklärung, Hoffnung und Solidarität mit betroffenen Familien. Seien Sie dabei!

Am 28. Mai ist Weltblutkrebstag. Wir in der José Carreras Leukämie-Stiftung berichten über Forschung, Hoffnung und Mut – und laden Sie ein, sich an diesem Tag der Sichtbarkeit und Aufklärung zu beteiligen und somit Betroffene zu unterstützen.

In diesem Blogbeitrag finden Sie:

  • FAQ zum Thema Blutkrebs
  • Interview mit Prof. Dr. Michael Heuser zum Thema Blutkrebs und dem aktuellen Forschungsstand
  • Animationsvideo „Was ist Blutkrebs”
  • Unsere Mutmacherinnen und Mutmacher



Weitere Informationen anlässlich des Weltblutkrebstages finden Sie auch auf Instagram.

Weltblutkrebstag 2026 - FAQ mit Prof. Heuser
Aufklärungsvideo Was ist Leukämie - Screenshot

FAQ zum Thema Blutkrebs

Was ist Blut? Was ist Blutkrebs? Was sind die Anzeichen? Zum Weltblutkrebstag beantwortet Prof. Dr. Michael Heuser diese und andere Fragen. Der Professor für Hämatologie und Onkologie an der Universitätsmedizin Halle leitet die Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin IV, Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Halle (Saale) und ist seit 2025 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der José Carreras Leukämie-Stiftung.

Das komplette Videoinerview mit Prof. Dr. Michael Heuser finden Sie auf unserem YouTube-Kanal (hier).

  • Was ist Blut?

Unser Blut besteht aus verschiedenen Bestandteilen: Die roten Blutkörperchen transportieren Sauerstoff, die weißen Blutkörperchen sind für die Immunabwehr zuständig, und die Blutplättchen sorgen für die Blutgerinnung. Besonders relevant für Blutkrebs sind die weißen Blutkörperchen. Diese Zellen sind ein zentraler Bestandteil unseres Immunsystems und schützen uns vor Krankheitserregern wie Bakterien, Viren und Pilzen, denen wir täglich ausgesetzt sind.

  • Was ist Blutkrebs?

Bei Blutkrebs verändern sich die weißen Zellen krankhaft: Sie wachsen unkontrolliert und können ihre eigentliche Abwehrfunktion nicht mehr erfüllen. Diese Fehlentwicklung führt dazu, dass sich die krankhaften weißen Blutzellen stark vermehren und das gesunde Gleichgewicht im Blut stören, indem sie den anderen Blutzellen „keinen Raum“ lassen. Daher stammt auch der Begriff „Leukämie“, der übersetzt „weißes Blut“ bedeutet.

  • Was sind Anzeichen von Blutkrebs?

Die Symptome lassen sich gut aus den Funktionen der Blutzellen ableiten: Ein Mangel an roten Blutkörperchen führt zu Müdigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit. Bei Störungen in den Blutplättchen kommt es zu blauen Flecken, Nasenbluten oder punktförmigen Blutungen. Ein Fehler bei den weißen Blutkörperchen führt zu häufigen Infektionen. Wenn solche Symptome auftreten – insbesondere in Kombination – sollte unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen.

  • Welche Rolle spielt das oft erwähnte Knochenmark?

Das Knochenmark ist der Ort, an dem alle Blutzellen gebildet werden. Dort ist der Ursprung und von dort gelangen sie ins Blut und in den Körper, wo sie ihre Funktionen erfüllen. Weil die Blutzellen dort entstehen und dort auch entsprechend behandelt werden müssen, ist das Knochenmark sowohl für die Diagnose als auch für die Behandlung zentral. Hier kann festgestellt werden, ob und in welchem Ausmaß Leukämiezellen vorhanden sind – und gezielt therapeutisch eingreifen.

  • Ist Knochenmark und Rückenmark das gleiche?

Knochenmark und Rückenmark sind nicht dasselbe, auch wenn das häufig verwechselt wird. Das Knochenmark befindet sich im Inneren der Knochen und ist für die Blutbildung zuständig, während das Rückenmark Teil des Nervensystems ist und im Wirbelkanal verläuft.

  • Warum spricht man manchmal von einer Knochenmarktransplantation und manchmal von einer Stammzelltransplantation?

Der Unterschied besteht lediglich in der Art der Gewinnung der Zellen. Bei einer Knochenmarktransplantation werden die Stammzellen direkt aus dem Knochenmark (im Inneren der Knochen) gewonnen, während in den meisten Fällen die Stammzellen mittels einer Stammzelltransplantation aus dem peripheren Blut (aus den Venen) entnommen werden. Die Transplantation erfolgt in beiden Fällen wie eine Bluttransfusion.

  • Was ist der Unterschied zwischen den beiden Blutkrebsformen Leukämie und Lymphom?

Leukämien entstehen meist aus frühen Vorläufer- oder Stammzellen im Knochenmark. Im Verlauf ihrer Entwicklung differenzieren sich diese Zellen weiter, zum Beispiel zu Lymphozyten. Diese wandern in die Lymphknoten, wo sie ebenfalls wichtige Aufgaben im Immunsystem übernehmen. Wenn entartete Zellen in den Lymphknoten entstehen, sprechen wir von einem Lymphom. Entstehen sie im Knochenmark, handelt es sich um eine Leukämie. Man unterscheidet innerhalb der Leukämien zwischen myeloischen und lymphatischen Formen – je nachdem, wie weit und in welcher Richtung diese Zellen schon von der Ursprungszelle weiter differenziert sind.

Weitere Informationen zu Blutkrebs finden Sie auf unserer Seite „Leukämie“.

Mutmacherinnen und Mutmacher

Unsere „Mutmacherinnen und Mutmacher” ermutigen Betroffene und zeigen der Gesellschaft, was die Diagnose Blutkrebs bedeutet. Lernen Sie diese starken Menschen kennen!

Unser Einsatz gegen Blutkrebs

In den letzten 30 Jahren haben wir gemeinsam fast 1.600 Projekte möglich gemacht. Erfahren Sie mehr über unsere Projektförderung und den Einsatz von Spenden im Kampf gegen Leukämie und verwandte Erkrankungen.

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