Welttag der Krebsforschung 2026

Wir freuen uns, zum Welttag der Krebsforschung die Vergabe unseres Sonderprogramms für die Krebsforschung bekannt zu geben!

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Vergabe vom Schwerpunktprogramm der DJCLS 2026
Wir freuen uns, zum Welttag der Krebsforschung die Vergabe unseres Sonderprogramms für die Krebsforschung bekannt zu geben!

Rund 2 Mio. Euro gegen Blutkrebs

Mit dem neuen José Carreras-Schwerpunktprogramm zum Thema „Molekulare Mechanismen von erworbenen und angeborenen Prädispositionen für Leukämie-, Lymphom- oder Myelom-Erkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter“ wird Forschung gefördert, die untersucht, warum manche Menschen ein erhöhtes Risiko für Blutkrebs wie Leukämien oder Lymphome haben. Ziel ist es, die mögliche Erkrankung früher zu erkennen und womöglich schonender zu behandeln. Die ausgewählten Forschungsprojekte werden mit 1,1 Mio. und 0,7 Mio. Euro für drei Jahren gefördert.

 

Preisträger der Ausschreibung

Wir gratulieren dem Forschungsteam von Prof. Dr. Julia Hauer (Kinderklinik München-Schwabing), mit Prof. Dr. Arndt Borkhardt (Kinderklinik Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und Prof. Dr. Markus Metzler (Kinderklinik Universitätsklinikum Erlangen), sowie dem Team von Dr. Dr. Mirco J. Friedrich (Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg) mit Frau Prof. Dr. Kwee Yong (Department of Haematology, University College London).

Prof. Dr. Julia Hauer (Kinderklinik München-Schwabing)
Dr. Dr. Mirco J. Friedrich (Hämatologie und ¬Immune Engineering, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg)

Pädiatrische Krebsforschung

Mit 1,1 Millionen Euro wurde das Forschungsprojekt „Synergie zwischen genetischer Veranlagung und klonaler Hämatopoese bei Überlebenden von Leukämie und Lymphomen im Kindesalter“, das an den Universitätskliniken in Erlangen, Düsseldorf und München durchgeführt wird, gefördert.

Dabei untersucht die Forschungsgruppe, welche Prozesse im Körper eine Erkrankung auslösen können. „Ziel ist es Kinder mit einem Risiko für Krebserkrankungen präventive Maßnahmen anbieten zu können“, erklärt Prof. Dr. Julia Hauer, Leiterin des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der München Klinik und des TUM Klinikums.

„Das Thema klonale Hämatopoese ist im Prinzip ein Thema, das hauptsächlich aus der Erwachsenenmedizin kommt und bedeutet, dass es altersabhängig genetische Veränderungen in blutbildenden Stammzellen bei Patienten mit Krebserkrankungen geben kann, die dann schlussendlich zu Begleiterkrankungen führen können. Wir möchten beleuchten, ob dieses Thema auch im Kindesalter eine Rolle spielt.“

Krebsforschung im Erwachsenen-Bereich

Mit 720.000 Euro wird das Forschungsprojekt „Analyse der Immunüberwachung beim Übergang vom schwelgenden zum manifesten multiplen Myelom“, an dem Dr. Dr. Mirco Friedrich, Leiter der Gruppe Hämatologie und ­Immune Engineering am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, in Kooperation mit Prof. Dr. Kwee Yong vom University College in London arbeitet, unterstützt.

Dr. Dr. Friedrich: „Ein Multiples Myelom ist eine unheilbare Erkrankung. Deren Vorstufe, das Smoldering Multiple Myeloma, entwickelt sich nur in seltenen Fällen zu einem Multiplen Myelom. Wir wollen verstehen, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, um nur in diesen Fällen eine Therapie, die mit Nebenwirkungen verbunden ist, einzuleiten.“

Der finanzielle Bedarf der Krebsforschung

Stifter José Carreras und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind sich sicher, dass Forschung der Weg zur Heilung ist. Aber Forschung braucht Geld. Deshalb sammelt die DJCLS über das ganze Jahr Spenden, um vor allem die medizinische Forschung zu finanzieren.

Prof. Dr. Julia Hauer: „Die Forschung ist heutzutage sehr komplex geworden. Man braucht große Patientenkohorten, um wirklich relevante Ergebnisse ableiten zu können. Das geht am besten in Netzwerkstrukturen. Mit der Förderung der José Carreras Leukämie-Stiftung haben wir außerdem die Möglichkeit, über einen relativ langen Zeitraum eine großvolumige Förderung zu bekommen. Das erhöht die Aussicht auf wirklich relevante Ergebnisse, die dann auch Einfluss auf die Patientenversorgung nehmen.“

Dr. Dr. Mirco Friedrich: „Solche Projekte benötigen einen sehr langen Atem. Die Patientinnen und Patienten müssen über viele Jahre begleitet werden. (…) Es gibt nur wenige Förderprogramme, die sich gezielt mit Krebsvorstufen und der therapeutischen Krebsprävention beschäftigen. Entweder es geht um epidemiologische Krebsprävention, oder es geht um direkte Therapiestudien, wo die Pharmafirmen dran forschen. Genau deshalb ist die Unterstützung durch die José Carreras Leukämie-Stiftung für diese Forschung von so großer Bedeutung.“

Die José Carreras Gala

Um weitere Spenden zu sammeln, lädt José Carreras jedes Jahr gemeinsam mit seinen internationalen und nationalen Künstlerfreunden zur großen José Carreras Gala ein. Die 32. José Carreras Gala findet am Mittwoch, 16. Dezember 2026, in Leipzig statt und wird live ab 20.15 Uhr vom MDR und erstmal auch vom HR übertragen.

Welche Stars die 32. José Carreras Gala auf der Musikbühne und am Spendenpanel für den guten Zweck unterstützen werden, und wo es Tickets für den großen Abend gibt, wird im Laufe des Herbstes veröffentlicht.

Unsere Förderarbeit

Neben diesem Schwerpunktprogramm fördert die DJCLS regelmäßig Forschungsteams, Infrastrukturprojekte und soziale Angebote in den Bereichen Leukämie und verwandten Blut- und Knochenmarkerkrankungen. Die José Carreras-Schwerpunktprogramme werden in der Regel alle 2 bis 5 Jahren ausgeschrieben. Ein hochkarätig, international besetztes Gutachtergremium wählt jeweils die besten Anträge aus.

 

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